Der Wohnungsmarkt ist regional unterschiedlich
Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt in vielen Teilen der Schweiz hoch. Besonders in wirtschaftsstarken Zentren, Agglomerationen und beliebten Regionen ist die Wohnungssuche für viele Haushalte anspruchsvoll. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Schweiz: Der Wohnungsmarkt ist nicht überall gleich. Leerstände, Bautätigkeit und verfügbare Flächen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde deutlich.
Die aktuelle Leerwohnungszählung des Bundes zeigt eine schweizweit knappe Marktlage. Am Stichtag 1. Juni 2025 standen in der Schweiz 1 Prozent der Wohnungen leer. Damit setzte sich der Rückgang der Leerstände zum fünften Mal in Folge fort.
Hinter dem gesamtschweizerischen Wert stehen jedoch sehr unterschiedliche regionale Situationen. In einigen Kantonen und grossen Zentren sind freie Wohnungen besonders knapp. In anderen Regionen ist das Angebot weniger angespannt. Auch innerhalb eines Kantons können sich Städte, Agglomerationen und ländlichere Gemeinden deutlich voneinander unterscheiden.
Für Bauunternehmen bedeutet das: Wohnbauprojekte sollten immer im regionalen Kontext betrachtet werden. Die Nachfrage nach Wohnungen, die verfügbare Baufläche, die Art der geplanten Gebäude und die lokale Baustellenlogistik beeinflussen, welche Arbeiten anfallen und wie Teams eingesetzt werden müssen.
Neuer Wohnraum entsteht zunehmend im Bestand
In vielen gut erschlossenen Gebieten ist Bauland begrenzt. Deshalb wird zusätzlicher Wohnraum oft innerhalb bereits bebauter Siedlungsräume geschaffen. Ersatzneubauten, Aufstockungen und Umnutzungen von bestehenden Gebäuden oder Flächen gewinnen an Bedeutung.
Das kann eine gute Möglichkeit sein, Wohnraum dort zu schaffen, wo Infrastruktur, Arbeitsplätze, Schulen und öffentlicher Verkehr bereits vorhanden sind. Für die Ausführung unterscheiden sich solche Vorhaben aber deutlich von einem Neubau auf einer freien Parzelle.
Bei Umbau- und Verdichtungsprojekten sind Baustellen häufig enger, Zufahrten begrenzt und Nachbarschaften unmittelbar betroffen. Bestehende Leitungen, Gebäudeanschlüsse oder bauliche Strukturen müssen sorgfältig berücksichtigt werden. Materiallogistik, Sicherheit und die Abstimmung verschiedener Gewerke erhalten dadurch zusätzliches Gewicht.
Erfahrung auf der Baustelle ist in diesen Situationen besonders wertvoll. Mitarbeitende müssen nicht nur ihre eigene Arbeit beherrschen, sondern auch verstehen, wie sich einzelne Schritte auf bestehende Gebäude, Nachbargewerke und den laufenden Betrieb auswirken.
Gute Vorbereitung schafft verlässliche Bauabläufe
Ein Wohnbauprojekt beginnt nicht erst mit dem ersten Aushub. Bereits vor dem Baustart müssen Planungsgrundlagen, Zuständigkeiten, Bauphasen und Einsatzprofile möglichst klar sein. Je komplexer ein Projekt ist, desto wichtiger wird die Koordination zwischen Bauherrschaft, Planung, Behörden, Bauleitung und Ausführung.
Baubewilligungsverfahren und weitere Abklärungen sind dabei ein Teil der Projektvorbereitung. Ihre Dauer kann sich regional unterscheiden und hängt unter anderem von Art, Lage und Komplexität eines Vorhabens ab. Für die Baupraxis ist vor allem wichtig, dass nach der Freigabe eines Projekts die nächsten Schritte vorbereitet sind.
Bauunternehmen sollten deshalb früh klären, welche Arbeiten in den einzelnen Bauphasen anstehen, welche Funktionen für den Ablauf besonders wichtig sind und wo Erfahrung mit Umbau, Rohbau, engen Baustellen oder komplexer Logistik gebraucht wird.
Eine frühzeitige und konkrete Planung hilft, den Personalbedarf realistisch einzuschätzen. Sie schafft ausserdem die Grundlage dafür, bei zusätzlichem Bedarf gezielt nach passenden Fachkräften zu suchen.
Welche Fachkräfte im Wohnbau besonders wichtig sind
Maurer, Schaler und Bauarbeiter tragen zentrale Arbeiten im Rohbau und bei Beton- oder Umbauetappen. Neben der handwerklichen Erfahrung zählen ein gutes Verständnis für Pläne, Sicherheit und die Zusammenarbeit im Team.
Baumaschinenführer sind besonders dort wichtig, wo Aushub, Materialbewegungen, Umgebungsarbeiten oder eng geführte Baustellenabläufe anstehen. Je nach Baustelle braucht es Erfahrung mit unterschiedlichen Maschinen und Arbeitsräumen. Mehr dazu im Beitrag Baumaschinenführer im Tiefbau.
Poliere und Vorarbeiter koordinieren die Ausführung vor Ort. Sie verbinden Bauleitung und Team, planen Tagesabläufe, achten auf Qualität und Arbeitssicherheit und sorgen dafür, dass Schnittstellen früh erkannt werden.
Ausbau- und Umbauprofis werden bei Sanierungen, Umnutzungen und Innenausbauten besonders wichtig. Dort ist die Fähigkeit gefragt, sich auf bestehende Bausubstanz, wechselnde Situationen und andere Gewerke einzustellen.
Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Mitarbeitenden auf einer Baustelle. Die richtige Erfahrung zur passenden Projektphase ist oft wichtiger als eine kurzfristig möglichst grosse Mannschaft.
Temporärpersonal als planbare Ergänzung
Temporärarbeit kann Bauunternehmen dabei unterstützen, geplante Spitzen oder kurzfristige Veränderungen im Wohnbau aufzufangen. Das kann etwa bei einer intensiven Rohbauphase, bei Umbauarbeiten mit besonderen Anforderungen oder beim Ausfall einer Schlüsselperson sinnvoll sein.
Damit ein Einsatz einen echten Beitrag leistet, braucht es ein präzises Profil. Hilfreich sind Angaben zu Aufgabe, Einsatzdauer, Arbeitsort, Baustellenart, Teamstruktur und den nötigen Fachkenntnissen. Auch Sicherheitsvorgaben, Sprachverständnis und der Grad der selbständigen Arbeit sollten früh geklärt sein.
Temporärpersonal ersetzt keine langfristige Personalentwicklung. Es kann aber Teams gezielt ergänzen und dazu beitragen, dass wichtige Bauphasen stabil bleiben. Je früher ein Bedarf absehbar ist, desto besser lässt sich die fachliche Passung prüfen.
Mehr dazu ordnen wir im Beitrag Temporärarbeit im Bau 2026 ein.
Fazit: Wohnraum schaffen braucht Planung und Erfahrung
Die Wohnraumnachfrage bleibt in vielen Regionen der Schweiz hoch, ihre Ausprägung ist jedoch regional unterschiedlich. Zusätzlicher Wohnraum entsteht zunehmend durch die Weiterentwicklung bestehender Siedlungsräume. Das macht Wohnbauprojekte nicht weniger wichtig, aber oft anspruchsvoller in der Vorbereitung und Ausführung.
Für Bauunternehmen sind eine realistische Bauphasenplanung, erfahrene Teams und klare Einsatzprofile zentrale Voraussetzungen. Wer Personal frühzeitig mitplant, kann auf anspruchsvollen Baustellen verlässlicher arbeiten und auf Veränderungen besser reagieren.
ICM Bau unterstützt Bauunternehmen mit erfahrenem Personal für Hochbau, Umbau, Tiefbau und weitere Bauphasen. Ob geplanter Bedarf oder kurzfristige Verstärkung: Wir klären Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten praxisnah.
FAQ: Wohnungsbau, Verdichtung und Baupersonal
Nein. Die Leerwohnungszahlen und die Bautätigkeit unterscheiden sich regional deutlich. Besonders in grossen Zentren und wirtschaftsstarken Regionen ist die Wohnungssuche häufig schwierig. In anderen Kantonen oder Gemeinden kann das Angebot weniger angespannt sein. Für die Einordnung eines Wohnbauprojekts ist deshalb immer der regionale Markt wichtig.
In vielen gut erschlossenen Gebieten ist wenig unbebautes Land vorhanden. Ersatzneubauten, Aufstockungen und Umnutzungen können zusätzlichen Wohnraum schaffen, ohne neue Siedlungsflächen zu beanspruchen. Diese Projekte nutzen häufig bestehende Infrastruktur, stellen aber hohe Anforderungen an Planung, Logistik und Ausführung.
Solche Baustellen liegen oft in dicht bebauten Quartieren. Zufahrten, Platzverhältnisse, Materiallager, Nachbarschaft und bestehende Gebäude müssen berücksichtigt werden. Dadurch werden eine gute Vorbereitung, klare Abläufe und erfahrene Fachkräfte besonders wichtig.
Das hängt von der Bauphase ab. Häufig wichtig sind Maurer, Schaler, Bauarbeiter, Baumaschinenführer, Poliere, Vorarbeiter sowie Fachkräfte für Umbau und Innenausbau. Entscheidend ist, dass die Erfahrung der Person zur konkreten Aufgabe und Baustelle passt.
Die Baubewilligung und weitere Abklärungen sind Teil der Projektvorbereitung. Sobald ein Projekt freigegeben ist, müssen die nächsten Bauphasen personell vorbereitet sein. Unternehmen profitieren deshalb davon, Schlüsselrollen und mögliche Personalengpässe bereits früh in der Planung zu berücksichtigen.
Ja. Temporärpersonal kann Teams während intensiver Bauphasen ergänzen, Ausfälle überbrücken oder Erfahrung für eine bestimmte Aufgabe einbringen. Wichtig sind ein klares Einsatzprofil, passende Fachkenntnisse und eine saubere Einführung auf der Baustelle.
ICM Bau unterstützt Bauunternehmen mit praxiserfahrenem Personal für Hochbau, Umbau, Tiefbau und weitere Bauphasen.
Ob geplanter Bedarf oder kurzfristige Verstärkung: Wir klären Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten praxisnah.
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